LAG Arbeit Bildung Kultur NRW e.V.

Aktuelles

 

 

„Thinking in your own fashion“

Unter dem programmatischen Titel „Thinking in your own fashion“ tauchten 23 Jugendliche und junge Erwachsene vom 30. November bis 2. Dezember 2018 in das Thema Trash-Fashion ein. Unter der Leitung des jungen Künstlers Vincent Köhr und in Kooperation mit dem THEATERAUSBRUCH Aachen erforschten sie vor und hinter der Kamera, welche Identitäten über das Medium Fotografie gebildet werden. Dabei setzten sie sich mit gängigen Modemechanismen und –klischees auseinander und setzten diesen ihre eigene Ideen und Entwürfe entgegen. Das Foto als Mittel der Selbstdarstellung wurde kritisch hinterfragt, in der Neuinszenierung von modischen Accessoires und Kleidungstücken erfolgte eine ironische Brechung. Sich bewusst und reflektiert vor der Kamera zu bewegen und mit unterschiedlichen künstlerischen Methoden neu zu erfinden, wurde zum Ausgangspunkt eines spannenden Emanzipationsprozesses für die jungen Menschen. Das typische Model der Mode- und Unterhaltungsindustrie wurde in der ästhetischen Neuschöpfung des Normalen und Alltäglichen ironisch gebrochen. Dabei wurden medial geprägte ästhetische Maßstäbe kritisch in Frage gestellt. So entstanden beeindruckende Gegenentwürfe, die in den Fotos sichtbar werden.

 

…………………………………………………………….

 

LAG feiert the most Wuthering Heights Day 2018 from LAG ABK on Vimeo.

 

…………………………………………………………….

 

KulturForum

In nicht einmal drei Tagen konnten 120 Kinder und Jugendliche in dreizehn Workshops ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Bereits zum siebten Mal hatten sich das Berufskolleg des Kreis Höxter, die Stadt Brakel mit dem Jugendzentrum in der heiligen Seele und die Initiative Kulturelle Bildung im Kulturland Kreis Höxter zusammen geschlossen, um ein besonderes Highlight im ländlichen Raum zu realisieren. Vielschichtige künstlerische Angebote wurden von Künstler*innen ermöglicht, um unterschiedlichste Interessen zu berücksichtigen. So wurde Zirkus und Zauberei erprobt, gemalt, Skulpturen erstellt, Theater gespielt, getanzt, ein Film mit Pixilation gedreht und bühnenreif geschminkt. Geholfen haben ehrenamtlich beim Kulturforum zwanzig Jugendliche, die den Teilnehmenden mit Rat und Tat zur Seite standen. Am Ende des Wochenendes präsentierten alle Kinder und Jugendliche auf der Bühne ihre Werke. Gerhard Antoni der Organisator des Kulturforums führte durch das Programm. Besondere Wertschätzung erfuhren alle Teilnehmenden durch die Ansprache Stefan Jungs vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, der sich begeistert von der Darbietung der Kinder und Jugendlichen zeigte.

…………………………………………………………….

Abenteuer Kunst-Atelier

Unser Projekt „Abenteuer Kunst-Atelier“ brachte in den Sommerferien Menschen zusammen. 12 Tage erlebten Kinder und Jugendliche aus Bochum jeweils 8 Stunden Kunstabenteuer im Raum der experimentellen Kunstwerkstatt Botopia. Ob Geflüchtete, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, ob mit oder ohne Handicap, ganz egal welchem Teil der Gesellschaft die Teilnehmenden angehörten, gemeinsam Bilder zu malen, kleine Städte zu bauen, Figuren zu gestalten und Geschichten zu erzählen machte allen Spaß. Das Projekt bot Raum zur freien Entfaltung aller Ideen. Die Künstlerin Antje Hemmer gab Tipps und Anregungen zu Gestaltungstechniken mit Materialmix (Ton, Draht, Kreppklebeband, Holz, Druckstöcken + Farben, Leinwandbau, Papier, Gouache + Ölfarbe, Aquarellwerkzeugen). Es wurde experimentiert, handwerkliche Fähigkeiten geübt und gezeigt und auch der Umgang mit sich selbst und anderen wurde thematisiert. Die Kinder und Jugendlichen engagierten sich freiwillig und kamen auf die Idee, neue Kinder von der Straße weg in das Projekt einzuladen. Einige Teilnehmende erfanden Schmuck aus Ton, Draht, Styropor, malten sie an, bauten auf dem Bürgersteig einen Verkaufsstand auf und nahmen 40 Euro für das Bochumer Tierheim als Spende ein. Alle die bei diesem Projekt dabei waren wünschen sich nun, dass es weiter geführt wird.

…………………………………………………………….

 

„Mein Traum von einer Stadt. Wie wir leben (möchten)“

Das Projekt „Traumstadt“ war ein Traum. Geflüchtete und nicht geflüchtete Kinder aus Köln gestalteten in den Sommerferien gemeinsam ihre eigene dreidimensionale Traumstadt. Mit Farbe, Kleber und Schere verwandelten die Kinder Joghurtbecher, Kaffeekapseln oder Kartonverpackungen zu beeindruckenden Bauten und Landschaften. In einer Woche voller Tatendrang wurden große Mengen an kreativer Energie freigesetzt. Die zwischen 7 und 11 Jahre alten Künstlerinnen und Künstler bauten Schwimmbäder, Spielplätze und Vergnügungsparks. „Das tollste war, dass wir bauen konnten, was und wie wir wollten!“ erzählen die Teilnehmer, die wunderbare Ideen entwickelten. Während der Ausflüge sammelten sie nicht nur Inspirationen in der echten Stadt, sondern auch Kreativmaterial aus der Natur, etwa Steinchen oder Gräser. Zwischen auffallend bunten Häusern bauten sie eine Achterbahn aus Strohhalmen und Zahnstochern, über einen Fluss verläuft eine beeindruckende Hängebrücke aus Klorollen und Kokosmaterial. Es gibt eine Apotheke mit entzückender Innenausstattung, eine Seilbahn, Schaukeln, Sportplätze und Tiere. Das begeisterte multikulturelle Team aus Stadtplanern, Architekten, Malern und Baumeistern entwickelte ein buntes, großes und traumhaftes Stadtmodell. Geleitet wurde das Projekt von den Künstlerinnen Laura Nümm und Andrea Schultens.